Maibaumtagebuch - März

März 2017 - 1. Teil

 

Der Winter ist rum aber was ist denn da in Fachach los?
Vui Leut laufen zam, die Aufregung ist groß.
Die Motorsäge brummt - ein Kran kommt heran,
und dann …


Ein Attentat, ein Dieb, ein Lausbubenstück?
Nichts von alledem, welch großes Glück!
Doch bei unserm Maibaum, dem wunderschönen, langen,
ist grad die Lebenszeit zu Ende gegangen.


Da liegt er nun flach und ohne Schmuck herum,
doch mia Madln und Buam, mia sand ja nicht dumm.
Wir haben bei Zeiten schon Pläne gemacht,
die nexte Maifeier wird kommen, das wär doch gelacht.


Am elften März ganz früh und ganz laut die Blasmusi spielt,
die Leut versammeln sich, bei Minusgraden sind alle leicht unterkühlt.
Unser Maxi der lenkt an Bulldog, ziagt und schiabt und zirkelt genau,
bringt den neuen Baum ins Dorf, parkt ihn präzise ein, des is einfach a Schau.


Ein kurzer Frühschoppen danach, ruck zuck a Wurst und schon werd gebaut,
a pfundige Wachhüttn muas her, dass den Baum koana klaut.
Vui Tage gehts so weiter, mit Getöse und Gebrumm,
mit vui Holz und vui Arbeit, am Baum und drum herum.


Am Tag werd kräftig gearbeitet, bei Nacht g’wacht und g’feiert,
am Heimweg dann so manch oaner in Lüßbach eine reiert.
Die Senioren nemma Anlauf, kommen zum Nachschaun vorbei,
und a unsere  Nachbarn, die Allerbesten, sind oft mit dabei.


Maibaumtagebuch - März

März 2017 - 2. Teil

 

Hunde, Kühe und Federvieh
daran mangelt es in Farchach nie.

Aber sieht man eine QUH durchs Dorf mal flitzen,
wir alle ganz schnell am PC dann sitzen.

Understatement hin oder her,
petzen und tratschen, das fällt uns stets schwer.

Denn wir wollen es auch a bisserl griabig haben,
ganz gleich ob Karibikbar, Bingo- oder Fernsehabend.

Doch immer freuen wir uns über Gäste von nah (Bachhausen) und fern (Füssen),
und auch die Berger, Schäftlarner, Andechser, Starnberger (und auch dich) bewirten wir gern.
 

Maibaumtagebuch - April

April 2017

 

Der April hat uns viel Wärme gebracht,
an gar vielen Tagen die Sonne vom Himmel lacht.

Die Bleame im Garten werden bunt, der Maibaum ist weis,
die blaue Farbe fehlt noch, her je, was für ein Sch… .

Und es kommt wie so oft, der April zeigt was er kann,
in da Früh liegt jetzt Schnee, Leit ziagts euch warm an.
 
Die Nächte eiskalt, der Goldfischteich hat a Fensterscheiben,
die Farben trocken net, lasst sich ungern auf’n Baam nauf streichen.

Doch mit vui Fingerspitzengespür, ganz kleinen Pinseln und frohem Sinn,
kriegen die Maldln die schönsten Rauten noch rasch hin.

Denn der Kran steht bereit und der Umzug bevor,
heut ist es soweit, wir holen den Baum aus seinem Lager hervor.

Das Rumliegen hat jetzt ein Ende, alle sollen ihn sehn,
prachtvoll und stolz wird er am Kirchplatz nun stehen.

Und am ersten Mai, so will es der Brauch,
feiern wir kräftig, essen, trinken und tanzen dann auch.

Das Bier ist gekühlt, drum Leit kommt's rasch herbei,
wir Farchner feiern zünftig, das ist ja nicht neu.

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